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Multiple Risiken und gesellschaftliche Resilienz gegenüber Extremereignissen

Die Welt und einzelne Regionen sind einer Vielzahl von Extremereignissen ausgesetzt und müssen diese bewältigen. In einer Multi-Risiko-Gesellschaft ist es wichtig, die komplexen Wechselwirkungen zwischen diesen Ereignissen zu verstehen. Jedes Programm oder jede Investition, die auf den Aufbau einer sozial kohäsiven, widerstandsfähigen Gesellschaft abzielt, sollte mögliche Szenarien und Optionen durch eine umfassende Multi-Risiko-Bewertung ermitteln. Die Arbeitsgruppe stützt sich auf ein Jahrzehnt der Forschung der Mitglieder in Ostafrika zu Risikolandschaft, Dürremanagement und sozialem Zusammenhalt. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Mehrfachrisiken zu verstehen, um synergetische und antagonistische Auswirkungen von Maßnahmen zum Aufbau sozialer Kohäsion und widerstandsfähiger Gesellschaften zu identifizieren. Sie stärkt einen der Forschungsschwerpunkte des Deutschen Komitees für die Zukunft der Erde (DKN) im Bereich der Nachhaltigkeitswissenschaften - "Extremereignisse und Resilienz".
Die Arbeitsgruppe besteht aus einem interdisziplinären Team von Experten aus verschiedenen Ländern und Fachgebieten mit langjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit europäischen, afrikanischen und internationalen Behörden bei der Risikobewertung. Die Arbeitsgruppe identifiziert synergistische Auswirkungen von Mehrfachrisiken für den Aufbau widerstandsfähiger Gesellschaften gegen Extremereignisse. Die Gruppe wird die Konzeptualisierung verschiedener disziplinärer Konzepte untersuchen, die Multi-Risiko-Pfade erforschen, um die Weltsicht zu harmonisieren, und Möglichkeiten zur Erhöhung der Multi-Risiko-Resilienz gegenüber Extremereignissen untersuchen. Die Arbeitsgruppe wird zwei Workshops und einen runden Tisch der DFG veranstalten. Die Ergebnisse dieser Foren werden sich mit den folgenden Forschungsfragen befassen:

  • Wie werden risikobezogene Konzepte in verschiedenen Disziplinen formuliert und konzeptualisiert? Dies wird Einblicke in das Verständnis und die Harmonisierung unterschiedlicher Terminologien und Risikokonzepte bieten, die in verschiedenen Disziplinen angewendet werden.
  • Wie untersuchen verschiedene Disziplinen das Risiko, um Extremereignisse wie Dürre, Pandemien und die globale Nahrungsmittelkrise zu verstehen (durch Modelle und Instrumente)? Dabei werden die Politik und die Institutionen, die Multi-Risiko-Pfade sowie die Synergien und Antagonismen untersucht, die sich aus den Interventionen ergeben, die den sozialen Zusammenhalt sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden in der Gesellschaft beeinflussen.

Die Arbeitsgruppe sieht vor, dass Nachwuchswissenschaftler, die der Arbeitsgruppe angehören, aktiv Untergruppen leiten und unabhängige Forschungsvorschläge erarbeiten. Der runde Tisch der DFG wird ein transdisziplinäres Forschungsprojekt für Ostafrika entwickeln, um die Widerstandsfähigkeit gegen Mehrfachrisiken mit einer einheitlichen Terminologie zu erhöhen. Die Arbeitsgruppe wird sich über 18 Monate erstrecken. Die Ergebnisse des Workshops und des Runden Tisches werden dazu beitragen, für die teilnehmenden Institutionen ein Bildungsmodul über eine widerstandsfähige Multi-Risiko-Gesellschaft zu entwickeln.

Arbeitsgruppen Sprecher

Dr. Saravanan V. Subramanian

German Institute of Development and Sustainability (IDOS), Umwelt Governance — Geographie —

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